Wir haben festgestellt, dass Legionellen in einem oder mehreren unserer Gebäudewassersysteme vorhanden sind… Was sollen wir jetzt tun?
Dies ist wahrscheinlich die zweithäufigste Frage, nur übertroffen von: „Muss ich meine Wassersysteme auf Legionellen testen?“ Oft wird die Frage folgendermaßen gestellt:
Wir haben kürzlich Legionellentests an den Wassersystemen unseres Gebäudes durchgeführt und ein oder mehrere positive Probenresultate festgestellt. Was sollen wir dagegen tun?"
Die einfache Antwort lautet: „Sie sollten Ihrem Wassermanagement-Konzept folgen.“ Tatsächlich jedoch beschließen Gebäudeverantwortliche häufig fälschlicherweise, Proben auf das Vorhandensein von Legionellen zu untersuchen, BEVOR sie überhaupt ein Wassermanagement-Konzept mit geeigneten Maßnahmenprotokollen ausgearbeitet haben, um mit den unvermeidlichen positiven Ergebnissen solcher Tests umzugehen.
Um diese Frage „Wie geht es nun weiter?“ angemessen zu beantworten, müssen wir unsere Antworten auf zwei große Kategorien von Wassersystemen aufschlüsseln: Trinkwasser- & Nicht-Trinkwassersysteme. Dann müssen wir unsere Antworten weiter auf den Gesundheitsbereich bzw. auf andere Bereiche zuschneiden.
Unter Trinkwasser (d. h. Wasser für den menschlichen Gebrauch) versteht man Wasser, das von Menschen entweder konsumiert wird oder mit dem sie in Kontakt kommen. Es ist das Wasser, das wir trinken, in dem wir baden, mit dem wir kochen usw. In der Regel muss ein für ein Trink- oder Hauswasserversorgungssystem entwickeltes Online-Maßnahmenprotokoll den vom „Safe Drinking Water Act“ (SDWA) der EPA festgelegten Grenzwerten, Methoden und Einschränkungen für Desinfektionsmittel entsprechen. Andernfalls müssen Sie das betreffende Trinkwassersystem während der Sanierungsarbeiten außer Betrieb setzen.
Nicht-Trinkwasser dagegen ist Wasser, das für den menschlichen Verzehr ungeeignet ist (z. B. in der Industrie) und unter Umständen sogar für den Kontakt mit Menschen ungeeignet sein kann. Nicht trinkbar kann bedeuten:
Maßnahmenprotokolle für Nicht-Trinkwasser sind oft anlagenspezifisch. Das System kann typischerweise außer Betrieb genommen werden, und es werden häufig gründliche Reinigungen, Desinfektionen und Chemieprodukte eingesetzt. Prozesswassersysteme in Produktionsanlagen, Lebensmittel- und Getränkebetrieben, pharmazeutischen Fertigungslinien usw. können jeweils ganz eigene Einschränkungen hinsichtlich der einzusetzenden Desinfektionsmethoden mit sich bringen und müssen von Fall zu Fall sowie für jede einzelne Produktionslinie geprüft werden.
Schließlich gibt es Wasserquellen wie Schwimmbäder, Whirlpools, Spas und Hydrotherapiebecken, bei denen das Wasser sicher für den Hautkontakt ist, aber dennoch nicht zum Trinken geeignet ist, da es nicht vollständig allen Aspekten des EPA SDWA entspricht. Diese Wassersysteme werden typischerweise für die Dauer der Sanierung und Desinfektion außer Betrieb genommen.
Ohne ein im Rahmen eines umfassenden Wassermanagement-Konzeptes festgelegtes Maßnahmeprotokoll ist es weder einfach noch eindeutig zu bestimmen, wann und wie auf positive Legionellen-Nachweise in Umweltproben reagiert werden soll. °Während Maßnahmeprotokolle für Nicht-Trinkwassersysteme wie Kühltürme, Whirlpools und Zierbrunnen in der Regel quantitativ anhand der Konzentration pro Probe (X Anzahl an Legionellen-Koloniebildenden Einheiten ) bestimmt werden, die im Gerät selbst gefunden wird, sieht die Sache bei Trinkwassersystemen (für den menschlichen Gebrauch) ganz anders aus. Positive Legionellen-Proben aus Trinkwasser müssen qualitativ und nicht quantitativ bewertet werden, wobei mehrere Faktoren zu berücksichtigen sind, darunter unter anderem:
Die Bewertung all dieser Faktoren ist notwendig, um sowohl den Zeitpunkt als auch die Vorgehensweise bei der Reaktion auf eine positive Trinkwasserprobe zu bestimmen.
Die drei größten Unterschiede zwischen dem Gesundheitswesen (z. B. Krankenhäuser, Pflegeheime, betreute Wohnanlagen usw.) und Nicht-Gesundheitswesen (gewerbliche Bürogebäude, Hochschulen/Universitäten, Industrie/Fertigung, Hotel/Reise/Tourismus) sind:
Für Unterstützung bei der Kontrolle der Risiken durch Krankheitserreger in Ihren Gebäuden, WMPs, Probenahmepläne, Risikoabschätzungen, akkreditierte Probenahmen durch Drittlabore, Audits, ergänzende und Notfall-Desinfektionen, Konsultationen oder bei Fragen kontaktieren Sie uns noch heute.